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 Warum der Ölpreis tatsächlich fällt 
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Post Warum der Ölpreis tatsächlich fällt
Warum der Ölpreis tatsächlich fällt !!!

Weniger als 30 Dollar kostete kürzlich das Barrel (158.98 Liter) Rohöl – und das gilt sowohl für die wichtigste Sorte Brent als auch für die meist etwas günstigere US-Sorte WTI.

Autofahrer jubeln an den Tankstellen: So günstig wie dieser Tage war die Tankfüllung schon lange nicht mehr.

Vor gerade einmal 2 Jahren kostete das Barrel Rohöl noch fast das 4-fache und der Liter Benzin kratzte an der Schwelle von 1,80 € (3,60 D-Mark).

Inzwischen ist der Sprit wieder für unter 1,20 € zu haben – und das trotz der vergleichsweise hohen, sowie rechtswidrigen Steuern in Deutschland.

1,20 € waren jedoch immerhin mal 2,40 D-Mark. Vor 28 Jahren kostete der teuerste Liter Sprit gerade mal 1 D-Mark! Bei 1,20 € von günstig oder billig zu sprechen, ist daher völlig fehl am Platz.

Viele Unternehmen profitieren vom “billigen” Öl. Insbesondere die Industrie-Produktion ist deutlich “günstiger” geworden.

Auch Airlines fahren durch sinkende Kerosin-Preise unterm Strich höhere Gewinne ein.

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Warum ist der Ölpreis so stark gefallen?

Losgelöst von ökonomischen Wahrheiten sind es vor allem kurzfristig orientierte Spekulanten und Hedge Fonds, die das schnelle Geld wittern und den Ölpreis auf unrealistische Stände treiben – 2008 nach oben, jetzt nach unten.

Kein Boden in Sicht !

Wie tief der Preis noch sinken wird, ist ungewiss. Die 30-Dollar-Marke wurde inzwischen nach unten durchbrochen, die 20-Dollar-Linie könnte als nächstes folgen.

Einzelne Szenarien gehen sogar von einem Sturz unter 10 Dollar je Barrel aus.

Angesichts fehlender fundamentaler Argumente fällt es schwer, eine seriöse Prognose abzugeben, an welcher Stelle der Boden erreicht sein wird.

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Solange es noch Spielraum für weitere Abwärts-Bewegungen gibt, werden diese von spekulativen Finanzmarkt-Teilnehmern wohl genutzt werden.

Bleibt man beim Vergleich von 2008, beläuft sich der Zeitraum von dem Punkt, an dem der Ölpreis unrealistische Sphären erreichte, bis zum Wendepunkt auf etwa 3 Monate.

Gemessen daran dürfte es auch im weiteren Verlauf des ersten Quartals 2016 turbulent an den Rohstoff-Märkten zugehen – und damit auch an den Aktienmärkten, die sich gerade vom Rohöl-Preis durchaus beeinflussen lassen.

LETZTE ÖLUNG FÜR DIE OPEC...

“In der Welt wird gegenwärtig mehr Rohöl gefördert als nachgefragt. Prompt funktioniert auch wieder die Marktwirtschaft auf dem Ölmarkt – trotz des OPEC-Kartells.” (Wirtschaftswoche, 1.5.81)

Die Ölschwemme und ihre Macher !

“Auf der nächsten Opec-Tagung am 25. Mai wird nicht über eine Erhöhung, sondern über eine Senkung der Ölpreise diskutiert werden.” (Frankfurter Allgemeine, 22.4.81)

Nicht einmal der Krieg zwischen Iran und Irak, der immerhin den letzteren bei der Rohölförderung vom 2. auf den 9. Platz unter den OPEC-Ländern zurückfallen ließ, taugte diesmal als Anlass für eine nennenswerte Erhöhung der Preise.

So sah schon das Jahr 1980, trotz der 1979 und zu Jahresbeginn erreichten Preissteigerungen, für die OPEC-Staaten schlecht aus, wie die “Süddeutsche Zeitung” sich freute:

“Sie hatten ihr Öl 1980 im Durchschnitt zwar um 23% teurer verkauft, dafür aber 12% weniger.

Das dann noch verbleibende Einnahmeplus wurde von der Inflationsrate in den wichtigsten Industrieländern (OECD) von durchschnittlich 13% mehr als aufgezehrt. Fazit: Trotz spektakulärer Preiserhöhungen erlitten die OPEC-Länder real eine Einbuße an Kaufkraft ihrer Ölerlöse.” (SZ, 2./.3.5.81)

Und in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres ist dieser Kaufkraftverlust munter weitergegangen, da nicht nur die Produktion der OPEC-Länder, insbesondere jener Staaten mit besonders hohen Ölpreisen – wie Algerien, Libyen, Nigeria – mangels Abnehmer weiter zurückgeht, sondern auch die Preise gerade der Hochpreisländer zurückgenommen werden müssen, damit die überhaupt noch genügend für ihren Finanzbedarf absetzen können.

Kurzum: Ein Ende der Talfahrt ist beim Ölpreis vorerst nicht zu erwarten.

Mit der Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen den Iran wird das Überangebot eher noch weiter gesteigert, während die schwächelnde Konjunkturentwicklung in China eine anhaltende Nachfragedelle befürchten lässt.

QUELLE: https://newstopaktuell.wordpress.com/

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Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


22. Feb 2016 12:19
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