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 Gift-Falle: Luftverschmutzung, die Psyche von Kindern... 
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Post Gift-Falle: Luftverschmutzung, die Psyche von Kindern...
Gift-Falle: Luftverschmutzung, die Psyche von Kindern und das große Geld !!!

Andreas von Rétyi:

Erstmals untersucht eine wissenschaftliche Studie den Einfluss von Luftverschmutzung auf das ungeborene Leben und die weitere Entwicklung von Kleinkindern. Tatsächlich stellen Forscher nun einen eindeutigen belastenden Zusammenhang fest. Demnach fördert die chemisch belastete Luft impulsives und unkontrolliertes Verhalten sowie Konzentrationsstörungen durch Schädigung neuraler Schaltkreise im Gehirn. Doch was könnte noch hinter dieser Studie stecken?

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Die neuen Erkenntnisse lassen offenbar einen alarmierenden Schluss zu: Luftverschmutzung führt bei Kindern zu längerfristigen Negativauswirkungen auf die mentale und emotionale Entwicklung. Das betrifft gerade auch die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen und Verhalten zu steuern. In der Luft befindliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs), die bei verschiedensten Verbrennungsprozessen entstehen, wurden jetzt von einer Wissenschaftlergruppe des Columbia Center for Children's Environmental Health (CCCEH) sowie angegliederter Institute als die eigentlichen Verursacher dieser Schädigungen entlarvt.

Studienleiterin Professor Amy Margolis und ihre Kollegen nahmen sich mütterliche Blutproben von insgesamt 462 Mutter-Kind-Paaren vor, wobei sie den Zeitraum von der Schwangerschaft bis in die Kindheit abdeckten. Anhand einer Prüfliste zu Verhaltensstandards von Kindern wurden die Altersgruppen von drei bis fünf, sieben und neun sowie elf Jahren analysiert und mit dem üblichen Schema verglichen.

Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft erhöhtem PAH-Einfluss ausgesetzt waren, merkliche Verhaltensabweichungen aufwiesen. Ihnen gegenüber zeigten die anderen, die einer nur geringen Luftverschmutzung ausgesetzt waren, typische Entwicklungsmuster und verbesserte Selbstregulation.

PAHs finden sich heute nahezu überall in der Umgebung. Sie stammen aus den Abgasen von Verbrennungsmotoren, aus der Öl- und Kohleverbrennung zur Erwärmung von Haushalten, aus Tabakrauch und vielen weiteren Quellen. Die neuen Ergebnisse identifizieren PAHs letztlich als Verursacher oder Verstärker von Verhaltensweisen, die heute weithin als Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom beschrieben werden, das berühmte ADHS. Immer mehr Kinder, vor allem Jungen, scheinen Opfer dieser Krankheit zu sein.

Die Kinder erklären ihrem Umfeld selbst oft, ADHS zu haben und Tabletten dagegen einzunehmen. Ohne die Therapie sind viele der betroffenen Kinder und Jugendlichen anscheinend nicht gruppenfähig: Sie können sich nicht dauerhaft konzentrieren, sind ständig abgelenkt und versuchen ebenso permanent, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sie wirken oft deutlich emotional gestört, impulsiv und unruhig, alles in allem leidet natürlich darunter auch die Lernfähigkeit enorm.

Allerdings zeichnen sie sich häufig durch hohe Intelligenz aus. In den letzten Jahren steigerte sich die Zahl der ADHS-Fälle radikal. Doch was steckt dahinter? Wurde die Ursache nun identifiziert – PAHs aus der Luft?

Das dürfte kaum die halbe Wahrheit sein. Die aktuelle Studie zeigt einen Zusammenhang auf und sucht die Ursachen darin, dass die PAHs das Nervensystem schädigen. PAHs werden also zum Auslöser einer ernsten Erkrankung. Andererseits gab es immer schon Kinder, die fahriger waren als andere, energiegeladen und leicht ablenkbar.

Früher war so ein Kind dann einfach ein »Zappelphilipp«, heute aber leidet es an ADHS.

Wo liegen die Grenzen? Und was kann gegen ADHS getan werden? Die Pharmaindustrie hat eine einfache Antwort parat: Stopft die Kinder mit Medikamenten voll! Die Nebenwirkungen sind schwerwiegend, immerhin wird hier mit Methylphenidat »therapiert«, einer Verbindung, die (seit 1971) in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz und damit auch gesonderter Verschreibungspflicht unterliegt.

Die Abhängigkeit produziert dann die eigentliche Krankheit, erst jetzt treten die Symptome richtig hervor. Aber die Pharmaindustrie verdient gut. Zudem schickt sie ihre ADHS-Experten in Schulen und sogar Kindergärten, um Lehrer und Betreuer mit den Anzeichen für die »Krankheit« vertraut zu machen. Eltern fühlen sich durch eine klare Diagnose ebenfalls oft sicherer und hinsichtlich möglicher Erziehungsfehler entlastet, denn schließlich erfahren sie nun, dass ihr Kind nun einmal krank ist und daher Verhaltensauffälligkeiten zeigt.

ADHS trat weltweit einen traurigen Siegeszug an. Doch der 2009 verstorbene Leon Eisenberg, jener berühmte US-Psychiater, auf den die Definition des Krankheitsbildes weitgehend zurückgeht, zog seine eigenen Erkenntnisse kurz vor dem Tod klar in Zweifel. Dem Journalisten Jörg Blech gegenüber erklärte er damals, nie gedacht zu haben, dass seine Erfindung einmal so populär werden würde.

Und er stellte fest: »Die genetische Veranlagung für ADHS wird vollkommen überschätzt.« Bis heute wird von einschlägiger Seite immer wieder versucht, die Problematik zu verharmlosen, Fakten zu verzerren und Kritik abzuschmettern. Fakt aber bleibt vor allem: Die Leidtragenden sind die Kinder, die Pharmaindustrie ist der Gewinner. Berichtet wird, dass das ADHS-Medikament Ritalin allein im Jahr 2010 weltweit für einen Umsatz von 464 Millionen US-Dollar gesorgt hat.

Wenn jetzt also Forscher der Columbia-Universität zu der Erkenntnis gelangen, dass eine erhöhte Luftverschmutzung mit PAHs bei schwangeren Frauen zu einem erhöhten Risiko führt, Kinder mit ADHS auf die Welt zu bringen, dann erweist sich diese Beobachtung schnell als zweischneidiges Schwert. Einerseits scheint die Studie einen wichtigen Zusammenhang aufzudecken, andererseits wird damit die Entstehung eines fragwürdigen Krankheitsbildes begründet. Sie scheint sogar zu erklären, warum ADHS so deutlich zugenommen hat. Tatsächlich wird auch von den Studienleitern offenbar überhaupt nicht infrage gestellt, dass ADHS real existiert.

Natürlich sind die Institute, an denen diese Forschungen betrieben wurden, bestens verwoben mit dem Establishment. Wesentlich beteiligt ist so auch das New York State Psychiatric Institute. Hier verstarb im Jahr 1953 der Patient Harold Blauer, der wegen Depressionen behandelt wurde. Man hatte ihm ohne seine Einwilligung eine psychoaktive Droge injiziert – im Rahmen des umfangreichen CIA-Geheimprojekts MKULTRA unter Leitung von Sidney Gottlieb. Die US-Regierung, der Staat New York sowie auch das Psychiatric Institute versuchten den Fall zu vertuschen. Erst 1975 kam die Geschichte ans Licht. Nach weiteren zwölf Jahren ordnete ein Bundesrichter eine Ausgleichszahlung von 700 000 US-Dollar an die noch lebende Tochter Blauers an. Nun, dieser unheimliche Fall liegt lange zurück, belegt aber, was alles möglich war und wohl weiterhin noch ist. Es handelt sich auch keineswegs um einen Einzelfall.

Entscheidend aber bleiben die meist sehr engen Bande zwischen den großen US-Forschungseinrichtungen und der großen Industrie. Im Kontext ADHS muss auch an den US-Psychiater Joseph L. Biederman erinnert werden, Professor an der Harvard Medical School und unter anderem ausgewiesen als ADHS-Spezialist. Über die Jahre hinweg kassierte er von der Pharmaindustrie Summen in Millionenhöhe, weil er den Konsum von Medikamenten gegen ADHS und bipolare Störung mit entsprechend getrimmten Studien und Vorträgen kräftig ankurbelte.

So dürfte die Möglichkeit auch nicht abwegig sein, dass nun wieder versucht wird, ADHS wissenschaftlich zu begründen und viel Geld damit zu verdienen. Ganz bestimmt sind PAHs ungesund. Doch ob und wieweit sie ADHS auslösen und eine medikamentöse Behandlung rechtfertigen, das dürfte wohl dahingestellt sein.

Bildnachweis: Suzanne Tucker / Shutterstock

QUELLE: http://info.kopp-verlag.de

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Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


24. Mar 2016 19:27
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