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 In den zehn größten Volkswirtschaften der Welt schmieren... 
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Beitrag In den zehn größten Volkswirtschaften der Welt schmieren...
In den zehn größten Volkswirtschaften der Welt schmieren die Börsen ab !!!

Wenn die größten Aktienmärkte der Welt gleichzeitig in den Keller rauschen, sollte das doch eigentlich reichlich Schlagzeilen machen, könnte man meinen. Aber im Westen unterstellen die Mainstreammedien bislang, dies sei nicht weiter erwähnenswert. Während der vergangenen 60 Tage haben wir den schwersten Einbruch der globalen Aktienmärkte seit Herbst 2008 erlebt. Trotzdem meinen viele Leute offenbar weiterhin, es handele sich um einen vorübergehenden »Ausrutscher« und dass schon bald die Bullen wieder das Sagen haben werden. Man kann nur wünschen, dass sie recht behalten.

Am 29. September 2008 raste der weltweit bedeutendste Index, der Dow Jones Industrial Average aus den USA, um 777 Punkte in den Keller. Damals verfielen alle in Panik, und zwar zu Recht. Aber ein Börsencrash muss sich nicht auf einen einzelnen Tag beschränken. Gegenüber seinem bisherigen Höchststand aus diesem Jahr hat der Dow fast drei Mal so viel verloren wie diese 777 Punkte von 2008.

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Während der vergangenen Tage haben wir, nach Punkten gerechnet, den achtgrößten Tagesverlust in der Geschichte der amerikanischen Börsen erlebt und den zehntgrößten gleich noch dazu. Also das sollte die Leute jetzt doch wirklich wachrütteln, oder? Das sollte man glauben, aber die meisten Amerikaner so wie auch die Investoren in Europa wirken weiterhin nicht sehr beunruhigt. Und natürlich ist das, was den Aktien aus dem Dow Jones bislang zugestoßen ist, noch vergleichsweise mild, wenn man sich mal im Rest der Welt umsieht.

Aktuell wird rund um den Globus an den Börsen jede Menge Vermögen vernichtet und keine der großen Volkswirtschaften bleibt davon verschont. Hier eine Auswahl der aktuellen Ereignisse:

1. USA – Der Dow Jones Industrial Average liegt über 2000 Punkte unter seinem Höchststand. Vergangenen Monat hat der Index erstmals an zwei Handelstagen hintereinander über 500 Punkte eingebüßt. Derartige Turbulenzen haben die amerikanischen Märkte seit dem Herbst 2008 nicht mehr erlebt.

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(Der Dow Jones in den letzten sechs Monaten)

2. China – Der Shanghai Composite Index hat fast 40 Prozent gegenüber seinem Höchststand verloren. Chinas Wirtschaft wächst langsamer und langsamer und wie wir gerade erfahren haben, ist der Index, der die Stimmung chinesischer Manager erfasst, auf dem tiefsten Stand seit 78 Monaten.

3. Japan – Der Nikkei hat zuletzt eine regelrechte Achterbahnfahrt hingelegt und steht aktuell mehr als 3000 Punkte unter seinem bislang besten Ergebnis des Jahres. Wirtschaft und Finanzsystem des Landes sind mittlerweile Sanierungsfälle und es braucht nicht mehr viel, damit Japans Finanzen vollends den Bach hinuntergehen.

4. Deutschland – Die deutschen Aktien haben bereits ein Viertel ihres Wertes verloren und es könnte noch deutlich schlimmer werden. Der Emissionsskandal rund um Volkswagen macht weltweit Schlagzeilen und nun ist auch Audi in den Betrug verwickelt. Hinzukommen könnte massiver Ärger bei der Deutschen Bank.

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(Der Dax in den letzten sechs Monaten)

5. Großbritannien – Die Aktien in Großbritannien liegen rund 16 Prozent unter ihrem Höchststand und die britische Wirtschaft steht definitiv sehr wackelig da.

6. Frankreich – Fast 18 Prozent haben französische Titel verloren. Es wird immer deutlicher, dass Frankreich exakt den Weg geht, den Griechenland bereits hinter sich hat.

7. Brasilien – Brasilien ist das Epizentrum der südamerikanischen Finanzkrise von 2015. Über 12 000 Punkte unter ihrem Höchststand notiert der brasilianische Aktienindex inzwischen. Brasilien befindet sich mittlerweile offiziell in einer Rezession.

8. Italien – Behalten Sie unbedingt Italien im Blick! Italienische Titel haben bereits 15 Prozent verloren. In den kommenden Monaten dürfte Italiens Wirtschaft sehr große und sehr negative Schlagzeilen machen.

9. Indien – Fast 4000 Punkte haben die indischen Indizes verloren und die Analysten sind zutiefst besorgt, wie es mit dieser großen Exportnation weitergeht, wenn der Welthandel weiter schrumpft.

10. Russland – Der Preis für Rohöl ist in den Keller gerauscht, dennoch geht es Russland besser als praktisch allen anderen Ländern auf dieser Liste. Der russische Aktienindex hat bislang etwa zehn Prozent seines Werts eingebüßt.

Bleibt der Ölpreis auf dem derzeitigen niedrigen Niveau, wird Russlands Finanzsystem weiter bluten müssen.

Was wir hier erleben, ist die Fortsetzung zyklischer, alle sieben Jahre auftretender Abschwünge in der Finanzwelt. Hier eine kurze Zusammenfassung, wie dieser Zyklus während der vergangenen 50 Jahre ablief:


Es begann 1966 mit einem 20-prozentigen Wertverlust der Börsen.
Sieben Jahre später verlor der Markt weitere 45 Prozent (1973-74).
Sieben Jahre später setzte die »harte Rezession« ein (1980).
Sieben Jahre später, 1987, kam es zum Schwarzen Montag.
Sieben Jahre später erlebten wir den Börsencrash von 1994.
Sieben Jahre später bescherte uns den 11. September 2001 und das Platzen der Internetblase.
Sieben Jahre später, 2008, brach die globale Finanzkrise aus.
2015: Und jetzt?

Viele Menschen erwarteten »etwas Großes« für den 14. September und als dann nichts geschah, waren sie enttäuscht.

Doch in Wahrheit ging es nie um ein einzelnes Datum. Während der vergangenen 60 Tage sind rund um den Globus absolut außergewöhnliche Dinge geschehen, aber dennoch schenken einige Leute dem keinerlei Beachtung, weil die Ereignisse nicht den vorgefassten Erwartungen dieser Menschen entsprachen.

Und das ist erst der Anfang. Von der großen aufziehenden Derivatekrise haben wir noch nichts gesehen. All diese Dinge entwickeln sich nicht von heute auf morgen, es braucht alles seine Zeit.

Bei vielen Menschen, die über »wirtschaftlichen Zusammenbruch« schreiben, klingt es so, als gebe es da dieses eine Ereignis, das an einem bestimmten Tag oder während einer bestimmten Woche eintreten wird und von dem wir uns dann anschließend erholen.

Tja, nur wird es leider nicht so kommen. Sie müssen sich darauf einstellen, dass es eine sehr, sehr lange Krise wird. Was an Leid auf Amerika zukommt, übersteigt die Vorstellung der meisten Menschen. Und die ersten Anzeichen der Krise sind bereits zu erkennen. Der Bürgermeister von Los Angeles beispielsweise sagt, in seiner Stadt habe die Zahl der Obdachlosen derart zugenommen, dass es sich mittlerweile um einen Notfall handele:

»Am Dienstag erklärten Vertreter von Los Angeles die Probleme der Stadt mit Obdachlosigkeit zum Notfall. Sie schlugen vor, 100 Millionen Dollar bereitzustellen, um die enorme und stetig steigende Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz unterbringen zu können.

Bürgermeister Eric Garcetti gab am Montagabend zudem eine Direktive heraus, 13 Millionen Dollar freizugeben. Das Geld soll dazu beitragen, die geschätzt 26 000 Menschen unterzubringen, die auf den Straßen der Stadt leben.

Wie die zuständige Behörde von Los Angeles mitteilte, ist die Zahl der Lager und der Menschen, die in ihren Fahrzeugen leben, allein in den vergangenen zwei Jahren um 85 Prozent gestiegen.«

In den vergangenen Jahren mussten wir mitansehen, wie sich in den gesamten USA die Armut explosionsartig ausgebreitet hat. Was während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren die »Brotschlangen« waren, sind heute die Lebensmittelkarten (EBT).

Für Oktober droht eine Schließung der US-Regierung. Dann könnte es »bei den Zahlungen der Lebensmittelkarten zu Ausfällen oder Verzögerungen kommen«:

»Sollte die Regierung am 1. Oktober arbeitsunfähig werden, könnte es für einige der 46 Millionen Amerikaner, die diese Dienste in Anspruch nehmen, bei den Zahlungen der Lebensmittelkarten sofort zu Ausfällen oder Verzögerungen kommen.

Am Dienstag kündigte das Landwirtschaftsministerium an, ab Anfang Oktober diese Leistungen nicht mehr zu bieten, sollte der Kongress kein Gesetz verabschieden, das es den Behörden erlaubt, ihre Arbeit fortzusetzen.

›Wenn der Kongress nicht aktiv wird und eine Verzögerung der Bewilligungsvorlagen nicht vermeidet, werden dem Landwirtschaftsministerium die Mittel fehlen, die für die Auszahlung der SNAP-Dienste im Oktober nötig sind. Binnen weniger Oktober-Tage wird das Ministerium gezwungen sein, sein Angebot einzustellen‹, sagte Catherine Cochran, Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. ›Wenn das geschieht, werden Familien dieses Angebot nicht mehr in den Lebensmittelgeschäften nutzen können, um die Nahrung zu kaufen, die sie benötigen.‹«

Allein in den USA können Dutzende Millionen nur dank der Unterstützung durch die Zentralregierung überleben und Tag für Tag werden es mehr Menschen, die aus der Mittelklasse absteigen. Um uns herum zerfällt die Volkswirtschaft und jetzt hat auch noch eine große Finanzkrise begonnen.

Wann wird die »Ist doch gar nichts los«-Menge endlich aufwachen? Man kann nur hoffen, dass es der Fall sein wird, bevor sie alle auf der Straße sitzen und die Passanten um etwas Kleingeld anbetteln.

QUELLE: http://www.pravda-tv.com

_________________
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


28. Sep 2015 16:06
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