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 Das staatskapitalistische Systems Chinas wird zur ernsten... 
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Beitrag Das staatskapitalistische Systems Chinas wird zur ernsten...
Das staatskapitalistische Systems Chinas wird zur ernsten Gefahr für die Weltwirtschaft !!!

Die Volkswirtschaften des Westens, allen voran die deutsche, haben sich sehr vom chinesischen Staatskapitalismus abhängig gemacht. Doch nun beginnt sich, die weit übertriebene neoliberale Globalisierung auch in dieser Hinsicht zu rächen. Der Traum vom riesigen chinesischen Markt wird für die westlichen Exporteure schnell zum Alptraum, wenn der chinesische Wirtschaftsmotor zu stottern beginnt. Dabei zieht China viele Schwellenländer nach unten, die entweder in Asien stark mit China verbunden sind, oder als große Rohstofflieferanten, wie Brasilien oder viele Länder in Afrika, von der alles beherrschenden chinesischen Nachfrage nach Rohstoffen abhängig sind, und schwächt den deutschen Export in andere Länder noch einmal von dieser Seite her. Nach China haben bisher in diesen Wochen schon 17 Schwellenländer abwerten müssen. Auch Japan leidet unter der intensiven Verknüpfung mit dem großen Nachbarn. Aus Afrika hat China wegen des eingebrochenen eigenen Bedarfs an Rohstoffen in den 6 Monaten bis Juli 2015 schon 40 % weniger importiert als in der Vorjahresperiode.

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Die chinesische Regierung zeigt sich derzeit ohnmächtig, um die Wachstumsschwäche zu überwinden. Die endemische Mischung aus Staatswirtschaft und einem hohen Maß an Korruption ist dazu wenig geeignet. Viele Staatsunternehmen sind hoch verschuldet, ihre Bilanzen völlig intransparent. Die staatlichen Banken haben im riesigen Umfang faule Kredite in ihren Bilanzen. Viele Industrien hatten ihre kreditfinanzierte Produktion unsinnig hochgefahren. Der Industriesektor verzeichnete in diesem Monat den stärksten Rückgang seit fünf Jahren. Dabei sind dieser Sektor und die ebenfalls schwächelnde Bauindustrie nach Kaufkraft die größten in der Welt. Der Zuwachs an Investitionen fiel auf das niedrigste Niveau in 10 Jahren. Selbst der Verkauf von Kraftfahrzeugen fiel im Juni um mehr als 3 % gegenüber Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs des Stromverbrauchs - in China ein verläßlicherer Indikator als das BIP - fällt schon seit Jahren und ist nun nahe der Null-Linie angekommen (Abb. 18949).

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Hinzu kommt ein gigantisches System von Schattenbanken, bei dem Banken Vermögensprodukte anbieten, eine versteckte zweite Bilanz der Banken, die ihnen erlaubt, staatliche Maßnahmen zur Drosselung des Kreditflusses und zur Einschränkung der Kreditexzesse zu umgehen. Für Sparer, die sonst auf normalen Sparkonten nur miserable Zinsen bekamen, war das ein willkommener Ausweg. Bis 2012 hatte sich dieses System auf 40 % der chinesischen Wirtschaftsleistung aufgebläht. Seit 2014 gingen die chinesischen Behörden dann gegen diese Schattenbanken als Kreditgeber der chinesischen Wirtschaft vor. Das bremste die Wirtschaftsentwicklung, und so entdeckten die Planer den Aktienmarkt als neues Vehikel, um das Geld der Sparer in die kreditbedürftigen und überschuldeten Staatsunternehmen zu schleusen. Mit gewaltiger Propaganda wurden normale Chinesen, von denen ohnehin viele eine Spielernatur haben, bewogen, zu Aktienspekulanten zu werden. Die Kurse stiegen und stiegen. Doch dann kam der unvermeidbare Crash. Der chinesische Aktienindex Shanghai A ist seit Mitte Juni bereits um ein Drittel abgestürzt (Abb. 18945), allein heute kamen bisher weitere 8 % Minus hinzu. Selbst staatliche Aktienaufkäufe durch die dazu angewiesenen staatlich kontrollierten Pensionsfonds, konnten daran nichts ändern und mußten wieder eingestellt werden. Normale Chinesen haben durch den noch nicht beendeten Crash schon jetzt hohe Anteile ihrer Ersparnisse verloren. Das ist umso schmerzhafter als in China keine Sozialversicherung besteht und die Menschen für Krankheiten, das Alter und die Schulung ihrer Kinder sparen müssen. Die Stimmung in weiten Bevölkerungskreisen ist explosiv geworden.

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Das Drama ist seit einiger Zeit so großflächig geworden, daß überall in der Welt schon seit Wochen die Aktienpreise abstürzen. Der deutsche Aktienindex verlor seit Mai bereits fast 15 % (Abb. 18946), und allein heute bisher weitere über 4 %. Weltweit haben die Börsenmärkte seit dem 11. August schon mehr als 5 Billionen US$ verloren. Einige Medien sprechen schon vom "schwarzen Montag".

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Eigentlich sollte die globale Auswirkung der chinesischen Krise nicht überraschen. China hat seine Währung nicht konvertibel gemacht, auch um auf innere Schwierigkeiten mit einer Abwertung reagieren zu können. Doch genau die exportiert die Probleme der chinesischen Wirtschaft um den Globus herum. Sie erschwert Exporte nach China zum Schaden der Schwellenländer bei den Rohstoffen und der westlichen Industrieländer bei Industriegütern, während sie den chinesischen Export befördert und damit Arbeitslosigkeit exportiert. Auch Deutschland hat sich zu sehr vom chinesischen Markt abhängig gemacht. Seit dem Jahr 2000 stiegen die deutschen Exporte nach China mit einer nominalen Verachtfachung (Abb. 18931). Der Anteil der Exporte nach China am deutschen Gesamtexport hat sich seit dem Jahr 2000 von 1,6 % auf 6,6 % mehr als vervierfacht. In einzelnen Warenbereichen ist der Anteil weit höher gestiegen, z.B. bei Investitionsgütern auf fast 10 %, bei elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen rund 11 %. Für viele deutsche Exportprodukte ist China der in der Welt wichtigste Markt geworden. Da läßt sich ein Einbruch nicht mehr so leicht verschmerzen, zumal wenn auch andere Exportmärkte müde werden, entweder weil sie in der einen oder anderen Richtung ebenfalls von der Chinaflaute erwischt werden oder unter anderen Problemen leiden, wie derzeit die Eurokrisenländer.Im ersten Halbjahr 2015 stotterte der deutsche Export nach China bereits, mit Minuswerten in der Hälfte der Monate (Abb. 18947).

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Die Zukunft des Riesenreiches sieht nun relativ trübe aus. Der rasche Aufstieg des Landes aus bitterster Armut war, auch Dank westlicher Investitionen und westlicher Exportmärkte, gelungen. Doch die die Marktkräfte ausschließende Staatswirtschaft im Bankenbereich und bei den meisten großen Unternehmen ist wenig geeignet, um nun immer weiteren Wirtschaftszuwachs zu garantieren. Das chinesische Modell, sonst immer gepriesen, hat viel von seiner Attraktivität verloren. Westliche Unternehmen werden sich überlegen müssen, ob sie weiter ihr Heil in China suchen können. Deutschland sollte sich darauf vorbereiten, daß mit auch nach China schwächelndem Export die schönen Zeiten am Arbeitsmarkt bald vorbei sein können.

QUELLE: http://www.jjahnke.net

_________________
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


24. Aug 2015 16:27
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