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 Risiko Polsprung: Das Magnetfeld der Erde wird immer... 
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Beitrag Risiko Polsprung: Das Magnetfeld der Erde wird immer...
Risiko Polsprung: Das Magnetfeld der Erde wird immer schwächer (Video) !!!

Polsprung vor der Tür? Wann eine Polumkehr stattfindet, ist schwer vorauszusagen: Das Erdmagnetfeld verändert sich. Und zwar massiv, wie Messungen von Observatorien ergeben. Vieles deutet auf eine Polumkehr hin.

Der magnetische Nordpol ist auf Wanderschaft: Jedes Jahr verschiebt er sich um 50 Kilometer. Mit diesem Tempo könnte er in 50 Jahren in Sibirien angelangt sein.

Der Punkt, an dem die Linien des Erdmagnetfelds senkrecht auf den Erdboden treffen, ist 1838 in Kanada entdeckt worden. Im Gegensatz zu seinem geographischen Pendant ist er zwar ständig auf Wanderschaft, doch hat sich die Geschwindigkeit in den vergangenen Jahrzehnten deutlich beschleunigt.

„Möglicherweise stehen wir vor einer Polumkehr des Magnetfeldes“, sagt der Potsdamer Geophysiker Prof. Hermann Lühr. „Eine Wanderung des magnetischen Pols mit 50 Kilometern pro Jahr ist sehr typisch.“

Bild

Dass das Magnetfeld unter ruckartigen Zuckungen leide, sei ganz normal, hat dagegen die Potsdamer Geophysikerin Monika Korte konstatiert.

„Wir können immer noch nicht vorhersagen, wie sich das Magnetfeld wirklich verändert, wir können genaue Änderungen nur für ein paar Jahre vorhersagen – und vor allem, ob es in naher Zukunft wirklich eine Polumkehr gibt oder nicht, ist sehr ungewiss.“

Seit 1979 hat die Stärke des Erdmagnetfelds nach Satellitenmessungen weltweit um 1,7 Prozent abgenommen – zehn Mal stärker als erwartet. Die Veränderung findet zudem nicht gleichmäßig statt: Über dem Südatlantik ist die Feldstärke um zehn Prozent gesunken.

Auch über der Karibik ist das Feld deutlich schwächer geworden und damit der Schutz des Magnetfelds vor kosmischer Strahlung: Wer nach Südamerika über den Atlantik fliegt, belastet seine Gesundheit durch die stärkere kosmische Strahlung etwa so stark wie auf 1000 Flügen in den Fernen Osten. In anderen Regionen nimmt die Feldstärke entgegen dem globalen Trend ganz leicht zu.

Aus zwei Polen können auch Dutzende werden:

Das Magnetfeld bewegt sich von einer geordneten Struktur weg zu einer Struktur mit mehreren Polen“, erläutert Lühr. „Vor einer Umpolung gab es immer eine Phase mit mehreren Polen.“ In der Erdgeschichte ist das irdische Magnetfeld wiederholt gekippt, im Mittel alle 200.000 Jahre. Die vorerst letzte Umpolung fand vor 700.000 Jahren statt.

„Wir hatten in den vergangenen Jahrtausenden allerdings ein ungewöhnlich starkes Magnetfeld“, sagt der Braunschweiger Geowissenschaftler. „Es kann auch sein, dass sich das Erdmagnetfeld jetzt lediglich seinem normalen Niveau annähert.“

Sollte das Feld tatsächlich kippen, muss die Erde etwa 5.000 bis 10.000 Jahre nahezu ohne Magnetfeld auskommen, wie der Münchner Geophysiker Prof. Axel Schult erläutert. „Während dieser Zeit ist das Feld sehr schwach und hat viele Pole.“

Das wäre vor allem ein Problem für Tiere, die sich am Magnetfeld orientieren und nicht auf die Satellitennavigation ausweichen können. „Was dann genau passiert, weiß man noch nicht“, sagt Schult. „Ich denke aber, dass etwa Brieftauben und Zugvögel sich daran gewöhnen und dann die Sonne zur Orientierung nutzen.“

Die stärkere kosmische Höhenstrahlung, die aus einem Bombardement elektrisch geladener Atomteilchen aus dem All besteht, macht Schult wenig Sorgen: „Das wäre keineswegs dramatisch. Auch die Lufthülle schützt uns am Erdboden davor.“

An den magnetischen Polen dringen die schnellen kosmischen Teilchen auch heute in die Erdatmosphäre ein – ohne dramatische Folgen. „Und von einem großen Artensterben während der vorangegangenen Umpolungen ist nichts bekannt.“

Der Video-Beitrag von 3sat ist hier zu finden:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=62370

Verschiebung der magnetischen Pole:

Dass es auch in der jüngeren Erdgeschichte immer wieder Verschiebungen der magnetischen Pole, ja sogar regelrechte ‚Umpolungen‘ gegeben hat, gilt inzwischen in der ‚Welt der Wissenschaft‘ als unbestritten. „Zur gegenwärtigen Zeit ist der magnetische Nordpol irgendwo in Kanada, mehrere hundert Kilometer vom geographischen Nordpol entfernt, und er bewegt sich jedes Jahr ein wenig. An den meisten Orten der Welt ist der Unterschied nicht so stark. Beispielsweise beträgt der Unterschied in Virginia Beach nur 30. Der Grund für das magnetische Feld der Erde und seine Pole ist nicht bekannt, aber er scheint mit der Erdrotation in Verbindung zu stehen.“

Die australischen Geologen Michael Barbetti und Michael McElhinney bericheteten 1972 in Nature von der Entdeckung einer magnetischen Polverschiebung im Jahr 28.000 v. Chr.

Die Geologen untersuchten Lehmklumpen in den Feuerstätten früher Menschen in Australien, deren magnetische Feld-Orientierungen sich erhalten haben, als sie im Feuer gebrannt wurden. Auf das angegebene hohe Alter kamen sie mit Hilfe der Radio-Karbon-Datierung. Sie vergleichen ihre Studie mit anderen Ergebnissen und kommen zu dem Schluss, dass die Polverschiebung weniger als 4.000 Jahre angedauert hatte – viel zu kurz, als dass es in Messungen von Tiefseemagnetismus erscheinen könnte.

Weiter muss auf den „Flip (oder ,Ruck’) von Gothenburg“ hingewiesen werden. Diese Polverschiebung dauerte nur kurz an. Es waren die schwedischen Geologen Nils-Axel Morner (wohl eher „Mörner“) und Johan Lanser, die den Gothenburg-Flip zuerst entdeckten. Sie ermittelten ihn anhand von Messungen eines Bohrfundes aus den botanischen Gärten von Gothenburg in Schweden und berichteten darüber im Jahr 1974 in Nature. Später wurde dieses Ereignis von anderen Forschern bestätigt. Er dauerte nicht länger als 2.000 Jahre bis zu einer Zeit vor etwa 12.400 und 12.350 Jahren.

Der Geologe Rhodes Fairbridge von der Columbia University in New York, untersuchte die Beziehung zwischen Polverschiebungen und Erdklimaten. Vor dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren gab es eine Megafauna, es lebten Tiere wie Mammuts, riesige Bodenfaultiere und Säbelzahntiger. Fairbridge sagt, dass zur Zeit der Polverschiebung (also des Gothenburg-Flips) das Eis während der Gletscherschmelze noch einmal kurz zurückkam, so dass es zu einer kurzen, aber intensiven Abkühlung kam.

Eine Untersuchung, die im Jahr 1977 von J. P. Kenett und N. D. Watkins von der Graduate School of Oceanography der Universität von Rhode Island durchgeführt wurde, verbindet viele Polsprünge, die in der Vergangenheit stattfanden, nicht nur mit Artensterben (bei dieser Untersuchung ging es um das Aussterben von Meeresplankton), sondern auch mit Zeiten großer Vulkan- und Erdbebentätigkeit.

Verschiebung der geografischen Pole:

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Veränderungen der irdischen Magnet-Pole gelten geographische Polverlagerungen unter Mainstream-Wissenschaftlern traditionell als weitgehend indiskutabel. Im Rahmen aktualistischer Denkmuster – und unter Ausschluss der Auswirkung kosmischer Ereignisse – argumentierend, bestand unter ihnen stets Einigkeit darüber, derartige Vorgänge seien deshalb unmöglich, weil keine vorstellbare Kraft aus dem Inneren der Erde sie dazu bringen könnte, ihre Rotationsachse zu verändern. Diese Ansicht lässt sich zurückverfolgen bis zu den Analysen und Berechnungen des Physikers James Clerk Maxwell (1831-1879) sowie von Sir George Howard Darwin (1845-1912), dem Sohn Charles Darwins.

Abweichende Meinungen dazu wagten zunächst nur „Außenseiter“, abseits des akademischen Establishments. zu äußern. Von zentraler Bedeutung und besonders hervorzuheben ist hier der Elektro-Ingenieur Hugh Auchincloss Brown (1879-1975), der heute auch als ‚Vater der Polsprung-Theorien‘ bezeichnet wird. Brown war 1912 auf die Entdeckungen tiefgefrorener Mammut-Kadaver und andere Anomalien in der Arktis aufmerksam geworden, die nahelegen, dass riesige Gebiete innerhalb des heutigen Polarkreises noch vor ca. 13.000 bis 12.000 Jahren ein vergleichsweise gemäßigtes Klima aufgewiesen haben, und dass sich dieser Zustand am Ende der jüngsten Eiszeit quasi schlagartig geändert haben muss.

Aus diesen und anderen Phänomenen schloss Brown, dass damals eine plötzliche und gravierende Verschiebung der Erdachse stattgefunden haben müsse – und machte sich mit seinen fortgesetzten Warnungen vor einem erneuten Polsprung zum Gespött der Medien und der Mainstream-Wissenschaftler.

Nur wenig besser erging es Charles H. Hapgood (1904-1982), einem US-amerikanischen Historiker, der – beeinflusst von den Forschungsergebnissen zeitgenössischer sowjetischer Fachwissenschaftler – wie dem Geologen und Geophysiker Vladimir Vladimirovic Belousov (1907-1990) – in den 1950ern eine, Earth Crust Displacement (ECD) genannte, Theorie entwickelte, die in Einklang mit der Wegner´schen Lehre von der Kontinentalschollen-Drift stehend, das Zustandekommen plötzlicher Verschiebungen der Erdachse zu erklären suchte. „Die grundlegende Auffassung der ECD besteht“, wie es bei S. Krause heißt, „darin, dass die Lithosphäre der Erde sich, obwohl sie aus individual Platten zusammengesetzt ist, in bestimmten Situationen als Ganzes über die Asthenosphäre bewegen kann.

Hapgood machte geltend, dass gegen Ende der jüngsten Eiszeit, vor etwa 12.000 Jahren, die extensive Masse von Gletschereis, welche die nördlichen Kontinente bedeckte, die Lithosphäre dazu brachte, über die Asthenosphäre zu ‚rutschen‘, wobei sich Antarktika innerhalb eines Zeitraums von höchstens einigen Jahrhunderten von einer Lage in den mittleren Breitengraden an seine gegenwärtige Position bewegte […] Antarktikas Bewegung in die Polar-Region hinein beschleunigte die Entwicklung seiner Eiskappe. In ähnlicher Weise sei durch die Verschiebung der nördlichen Eisdecken aus den arktischen Zonen heraus, das Ende der Eiszeit ermöglicht worden.“

Unterstützung für seine Theorie fand Prof. Hapgood bei keinem Geringeren als bei Albert Einstein (1879-1955), der in seinem Vorwort zu dem 1958 veröffentlichten Werk „Earth’s shifting crust: a key to some basic problems of earth science“ erklärte: „In einer Polar-Region gibt es eine kontinuierliche Ablagerung von Eis, welches sich nicht symmetrisch über den Pol verteilt. Die Rotation der Erde wirkt auf diese asymmetrisch abgelagerten Massen ein, und erzeugt einen Zentrifugal-Impuls, der auf die unelastische Erdkruste übertragen wird. Die dadurch konstant ansteigende Zentrifugalkraft wird, wenn sie einen bestimmten Punkt erreicht, eine Bewegung der Erdkruste über den Rest des Erdkörpers hinweg auslösen…“

Hapgood, der sich auch mit der nonkonformistischen Annahme spät-pleistozäner Hochkulturen und seinen atlantologischen Überlegungen in der ‚Welt der Wissenschaft‘ unbeliebt machte, fand nach Einsteins Ableben jedoch nur bei wenigen Fachwissenschaftlern Unterstützung – und es half auch nichts, dass Kirtley F. Mather (1888-1978), seinerzeit einer der international renommiertesten US-Geologen, Charles Hapgood beisprang und feststellte: „Die zahlreichen ungelösten Probleme, auf welche Mr. Hapgood unsere Aufmerksamkeit lenkt, sollten zum Gegenstand intensivierter Debatten von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt gemacht werden.“ Eine ernsthafte Debatte der ECD hätte zwangsläufig die aktualistischen Glaubenssätze der Wissenschaftsgemeinde ins Wanken gebracht – und schon deshalb wurde sie regelrecht ‚ausgesessen‘.

An dieser traurigen Tatsache änderte auch nichts, dass der Astrophysiker Thomas Gold (1920-2004), ein Schüler von Mather, noch in Einsteins Todesjahr, wie er in einem Nature-Artikel schrieb, zu der Ansicht gelangte, dass die Nutation (eine kleine, periodische Schwankung der Erdachse im Rhythmus von 18,613 Jahren – eben der Nutationsperiode) ein plastisches Fließen des Erdinneren erzeuge, das den Wulst am Äquator ausgleichen könnte. Daraus resultiert die Annahme, dass die Erde in ihrer Geschichte mehrmals ihre Achse verlagert haben könnte. Den zeitlichen Rahmen setzte Gold mit zwischen 10.000 und einer Million Jahren an.

Quasi ‚ins Leere‘ stießen Ende der 1950er bis in die frühen 1960er Jahre hinein auch der berühmte amerikanische Ozeanograph Maurice Ewing und sein Forschungspartner, der Geologe William L. Donn, die in mehreren Papieren die These verfochten, das Einsetzen von Eiszeiten sei eine Folge von Verlagerungen der geographischen Pole.

Edward Weyer nahm den ‚Fackelstab‘ von Gold, Ewing und Donn im Jahr 1978 mit einem in der Nature veröffentlichten Artikel wieder auf. Im Gegensatz zu Ewing und Donn meinte er allerdings, dass eine Eiszeit der Auslösemechanismus für ein gewisses Polrutschen sein könnte, und so verband er die geographische Polverschiebung mit einer Klimaänderung.

Aus seinen Forschungen ging hervor, dass es rhythmische Pendelbewegungen der Pole im Zyklus von 5.600 Jahren gab, die synchron mit den Gletscherperioden vor 14.700 und 28.000 Jahren abliefen.

Der britische Physiker und Mathematiker Peter Warlow schrieb 1978 im Journal of Physics, dass sich nicht nur das magnetische Feld, sondern auch die Erde sich in diesem Feld umkehre.

Nach seinen Berechnungen könnte eine Störung, z.B. verursacht von einem vorbeiziehenden Asteroiden, in der Lage sein, genügend Schwerkraftwirkung auszuüben, um die Erde zum Umkippen zu bringen.

Ein solches Ereignis könnte innerhalb eines Tages stattfinden.

QUELLE: http://www.pravda-tv.com/

_________________
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


19. Nov 2016 19:58
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