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 CIA wollte syrische Regierung bereits 1983 stürzen 
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Beitrag CIA wollte syrische Regierung bereits 1983 stürzen
CIA wollte syrische Regierung bereits 1983 stürzen !!!

Die CIA erstellte im Jahr 1983 einen geheimen Plan für die „völlige Zerstörung“ der syrischen Regierung. Darin enthalten waren Pläne für eine militärische Invasion und die Sicherung der Ölversorgung des Landes.

Bild
CIA Syrien 1983, alle Flaggen gemeinfrei

Nach CIA-Dokumenten, welche im US National Archive einsehbar sind, plante Washington bereits im Jahr 1983 die „völlige Zerstörung“ der syrischen Regierung. In den Dokumenten sind detaillierte Pläne für eine militärische Intervention enthalten, sowie für die Sicherung der Ölversorgung des arabischen Landes.

Das Dokument vom 14. September 1983 hat den Titel „Bringing Real Muscle To Bear In Syria“, geschrieben von CIA-Offizier Graham Fuller. Darin steht u.a.: „Syrien verfügt gegenwärtig über eine Vorrangstellung der US-Interessen, sowohl im Libanon als auch im Golf. Durch die Schließung der Irak-Pipeline droht damit eine Internationalisierung des [Iran-Irak]-Kriegs.“

Druck auf Assad:

Die USA wollten den Druck auf Assad ausüben. Durch eine konsequente, orchestrierte und gleichzeitige militärische Bedrohung Syriens durch drei feindliche Grenzstaaten: Irak, Israel und die Türkei.“ Bereits im Jahr 1983 war Syriens Präsident Hafez al-Assad, Bashar al-Assads Vater, aus westlicher Sicht ein Störfaktor.

Man vermutete, dass er die kriegsbedingte Schwäche Irans und Iraks für sich nutzen und seinen Einflussbereich über den Nahen Osten und Persien ausdehnen könne. Das Dokument zeigt, dass Assad und damit Syrien einen Widerstand aus Sicht des Westens darstellte. Eine Bedrohung für Israel, und dass Assad die Absichten der USA, Israels und ihrer Verbündeten durchschaut hatte.

Syrien weigerte sich, seine Truppen aus dem Libanon zurückzuziehen. Zudem war die Schließung der Irak-Pipeline ein wichtiger Faktor für die finanzielle Schwächung Iraks, was zu einer Internationalisierung des Krieges im Golf hätte führen können.

Drei Fronten gegen Syrien:

Diplomatische Initiativen hatten nur geringen Einfluss auf Assad, der das Spiel der regionalen Mächte richtig vorausgesehen hatte. Ziel der CIA war es, Assads Macht in Syrien direkt zu bedrohen. Der Irak, der im Golfkrieg zunehmend in Bedrängnis geriet, sollte dazu animiert werden, Luftangriffe auf Syrien durchzuführen mit dem Ziel, die Pipeline wieder zu eröffnen.

Dies stellte aus Sicht des Irak ein erhebliches Risiko einer weiteren Kriegsfront dar. Doch auch Syrien würde auf diese Weise in einen Zweifrontenkrieg verwickelt, neben seinen Operationen auf der Bekaa-Ebene und auf dem Golan. Israel sollte gleichzeitig den Druck im Libanon erhöhen.

Die Türkei war verärgert über die syrische Unterstützung armenischer Terroristen und irakischer Kurden in der Nähe der türkischen Grenze. Zudem operierten türkische Terroristen aus Nordsyrien, weshalb dort einige Male Operationen durchgeführt wurden.

Moskau bleibt neutral:

Und auch Moskau habe das Interesse einer Wiedereröffnung der Pipeline. Nicht zuletzt aus diesem Grund rechnete man nicht mit einer militärischen Intervention, wenn der Sowjetunion freundlich gesinnte Staaten gegeneinander Krieg führen. Moskau werde schwere Entscheidungen treffen müssen, oder aber, was als wahrscheinlicher eingeschätzt wurde, neutral bleiben.

Angesichts der drei kriegführenden Fronten wäre Assad wahrscheinlich dazu gezwungen worden, seine Pipeline-Politik aufzugeben. Dadurch wäre der Irak finanziell entlastet und der Iran dazu gezwungen worden, den Krieg zu beenden.

Diese Kette von Ereignissen hätte den Irak und Israel gestärkt und Syriens Assad psychologisch und militärisch geschwächt. Gleichzeitig hätte es sich dabei um eine klare Botschaft an den Iran gehandelt.

Weiter im Dokument: „Eine derartige Bedrohung muss in erster Linie militärischer Natur sein. Gegenwärtig gibt es drei relativ feindliche Elemente um die Grenzen Syriens: Israel, Irak und die Türkei. Es ist zu berücksichtigen, dass man eine glaubwürdige militärische Bedrohung gegen Syrien orchestriert, um zumindest eine moderate Veränderung in seiner Politik zu bewirken.“

Wichtig war die Bedrohung Syriens durch mehrere Fronten. Ein einzelner Staat hätte keine ernsthafte Bedrohung für Assad bedeutet, so das Dokument. Activist Post schreibt, dass der Plan aus 1983 erst Jahrzehnte später (ab 2011) in leicht abgewandelter Form umgesetzt wurde.

Israel und die Türkei seien gegenüber Syrien feindlich gesinnt und starteten routinemäßige Luftangriffe auf syrischem Hoheitsgebiet und belieferten ausländische Kämpfer mit Geld und Waffen. Der Irak zwar nicht, doch beherberge dieser als Folge des Irakkriegs ab 2003 den „auf geheimnisvolle Weise finanzierten Islamischen Staat“, welcher versuche Bashar al-Assad zu stürzen.

Gescheiterter CIA-Putsch 1957:

Bereits im Jahr 1957 begann die CIA mit Operationen gegen Syriens Regierung, weshalb Damaskus diplomatische Beziehungen zu Washington abbrach. Damals begründete man die Aktionen mit dem Kampf gegen den Kommunismus.

Auch hier wurden politische Gruppen und paramilitärische Einheiten („Freies Syrisches Komitee“) bewaffnet. Die Türkei drohte auf Druck der USA damit, Syrien zu bombardieren. Am 16. Oktober 1957 beschuldigte Chruschtschow die USA und die Türkei, einen Regierungsumsturz in Syrien zu planen.

Die Sowjetunion kündigte im Falle einer türkischen Offensive jedoch Militärschläge gegen die Türkei an, weshalb die Aktion abgebrochen wurde. Die Türkei sicherte den UN zu, sämtliche grenzüberschreitenden Operationen zu beenden. Damit war der CIA-Putsch von 1957 gescheitert.

Weitere Pläne für westliche Regierungsumstürze in Syrien gab es auch 1917 und 1946.

QUELLE: http://www.gegenfrage.com

_________________
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


9. Mär 2017 20:08
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