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 Handystrahlung: Tumor als Berufskrankheit anerkannt (Videos) 
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Beitrag Handystrahlung: Tumor als Berufskrankheit anerkannt (Videos)
Handystrahlung: Tumor als Berufskrankheit anerkannt (Videos) !!!

Analyse über die wissenschaftlichen Hintergründe: Internationale Medien berichteten am 21.04.2017 unter der Schlagzeile „Tumor durch Handy als Berufskrankheit anerkannt“ über ein Urteil vom 30.03.2017 des italienischen Arbeitsgerichtes der Stadt Ivrea.

Der Geschädigte telefonierte 15 Jahre lang täglich mehr als 3 Stunden mit dem Handy. Ihm wurde nun eine monatliche Rente von 500 Euro von der Unfallver­sicherung zugesprochen. Der Gutachter, Prof. Paolo Crosignani, betonte, dass beim Mobilfunk, ähnlich wie bei Asbest, das Vorsorgeprinzip angewandt werden muss.
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Die Bedeutung des Urteils wird in der Presse relativiert:

„Gesundheitsstudien zur Nutzung von Mobiltelefonen hatten bislang ergeben, dass bei einem durchschnittlichen Gebrauch kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko besteht. Es gibt aber Hinweise auf Risiken durch die übermäßige Nutzung von Handys. Experten zufolge ist es für endgültige Schlussfolgerungen zu den Auswirkungen der vergleichs­weise jungen Technologie noch zu früh.“ (Stuttgarter Zeitung Online, 21.04.2017)

Wer diese Experten sind, wird nicht genannt, auch berichtet kein Journalist über die umfangreiche Studienlage, die diesem Urteil zugrunde liegt. diagnose:funk legt zu diesem Urteil eine „Aktuelle Analyse“ zum Stand der Forschung zu ‚Mobilfunkstrahlung und Krebs‘ vor.

Wir verbinden damit die Hoffnung, dass Journalisten dieses Thema mit der vorhandenen Faktenlage kritischer aufgreifen werden und es nicht bei einer einmaligen Sensationsmeldung bleibt.

Das Urteil ist ein klares Signal an die Gesundheitsbehörden, Krankenkassen und Ärzteverbände, endlich die vorliegende Studienlage zur Kennt­nis nehmen. Und Ärzte sollten nicht länger den Verharmlosungen folgen, sondern sich einen eigenen Standpunkt bilden.

Im Fazit der diagnose:funk Analyse heißt es:

„Es liegen starke Hinweise bis Beweise vor, dass die nicht-ionisierende Strahlung des Mobilfunks Krebs-erregend sein kann. Die Schlussfolgerung des neuen Reviews von Carlberg/Hardell, dass die Mobilfunk­strahlung als Karzinogen eingestuft werden muss, sollte der Anlass sein, eine aktive Verbraucherschutzaufklä­rung zur Smartphone-, TabletPC- und WLAN-Nutzung zu starten, als Bestandteil einer Vorsor­ge­politik. Maßnahmen zur Strahlungsmini­mie­rung können und müssen sofort umgesetzt und Alternativen in der Technik in der Forschung geför­dert und realisiert werden.

diagnose:funk fordert, dass auf allen Endgeräten (Smartphones, Tablets, DECT-Telefone, Babyphones, WLAN-Router) Warnhinweise angebracht werden, wie das in Berkeley (USA) gesetzlich angeordnet wurde, dass alle Endgeräte über Kabelanschlüsse verfügen müssen und für jedes verkaufte Gerät eine Ein-Euro-Abgabe an einen Fond abgeführt wird, aus dem Aufklärungskampagnen und unabhängige Forschung finanziert wird. Der Gesetzgeber muss dazu gesetz­liche Schutz- und Monitoringmaßnahmen wie in Frankreich erlassen.“

Handy-Urteil von 2012 belegt Zusammenhang:

In einem früheren Fall bestätigte das höchste Gericht in Italien, das „Corte di Cassazione“ (3. Instanz), am 1.Oktober 2012 das Urteil des Berufungsgerichts von Brescia. Nach dem Urteil musste die italienische Berufsgenossenschaft (INAIL) Mr. Marcolini entschädigen, einen Arbeiter, der aufgrund jahrelanger Handynutzung an einem Hirntumor litt.

In einer ausführlichen Stellungnahme nimmt die ICEMS (Internationale Kommission für elektromagnetische Sicherheit) zur wissenschaftlichen und juristischen Bedeutung des Urteils zum Zusammenhang von Handynutzung und Hirntumoren Stellung.

Positionspapier der Internationalen Kommission für elektromagnetische Sicherheit (ICEMS) zu einem Gerichtsurteil bezüglich Hirntumor und Handynutzung:

Das höchste Gericht in Italien, das „Corte di Cassazione“ (3. Instanz), bestä gte am 1. Oktober 2012 das vorherige Ur­ teil des Berufungsgerichts von Brescia. Nach dessen Urteil musste die italienische Berufsgenossenscha (INAIL) Herrn Marcolini entschädigen, einen Arbeiter, der aufgrund jah­ relanger Handynutzung an einem Hirntumor litt.

Diese Entscheidung wird durch eine schlüssige Beweislast untermauert hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Mikrowellenexposition durch den Mobilfunk und der Ent­stehung von Hirntumoren. Dazu gehören insbesondere die epidemiologischen Beweise aufgrund der Arbeit von Lenn­art Hardell (2002 ­- 2012) und die INTERPHONE­Studie (2010) sowie eine Studie von Anders Albohm und Maria Feychng et al. (2006) zu gutartigen Tumoren des Akustikusnervs.

Alle diese und weitere Studien bildeten die wis­senschaftliche Grundlage für die Klassifizierung von Funk­frequenzstrahlung als möglicherweise krebserregend (2B) durch die IARC im Mai 2011.

Bedeutsame Forschungsergebnisse:

Die epidemiologische Beweislage wird auch durch bedeut­same Forschungsergebnisse untermauert. Bei diesen ging es um biologische Wirkmechanismen als Folge der Einwir­kung elektromagnetischer Felder auf lebende Organismen.

1) Die durch Mikrowellenstrahlung verursachte Durchläs­sigkeit der Blut­-Hirn­Schranke mit dem daraus resultieren­den Eindringen von Albumin ins Gehirn wurde von Leif Salford, Professor für Neurochirurgie an der Universität von Lund (Schweden), und Mitarbeitern (Micros Res Tech 1994, 27(6)) entdeckt. Veröffentlicht wurde die Studie auch von Environmental Health Perspectives, einem Maga­zin des National Institute of Health.

2) Eine veränderte Funktionsweise der Kalzium­ und Kali­um­ Zellpumpen, einem grundlegenden Mechanismus le­bender Zellen, bedingt durch Niederfrequenzen wurde zuerst von S. M. Bawin und W. Ross Adey (PNAS 1976, 73 (6)) entdeckt und danach im Hinblick auf amplitudenmodu­lierte Funkfrequenzen durch Blackman et al. von der Um­weltschutzbehörde der USA (radio SC 1979, 14(68)) …

Abhängige und unabhängige Forschung:

Das Urteil des höchsten Gerichts in Brescia unterstrich die Diskrepanzen zwischen geringem Beweis eines Risiko bei industriefinanzierten Studien und den stärkeren Beweise für Risiken bei unabhängigen Studien, wie die der schwedischen Gruppe unter Leitung des Epidemiologen Lennart Hardell.

Dadurch werde das Augenmerk auf ein bedeutsames Problem bei der modernen Wissenschaft geworfen:

Interessenskonflikte und das Problem industriefinanzierter Forschung, bei der der Verdacht der „Befangenheit“ nahe liegt, wobei wissenschaftliche Ergebnisse für Marketingzwecke manipuliert werden.Lesen Sie in diesem PDF die detaillierte Analyse.
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QUELLE: https://www.pravda-tv.com

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Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Bertolt Brecht


5. Mai 2017 18:50
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